Internationaler Museumtag: Domschatz Minden zeigt die Verbrannte Madonna

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Minden (DVM). Es ist der 28. März 1945. Bomber der alliierten Streitkräfte fliegen wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges ihren letzten großen Angriff auf Minden. Weite Teile der Mindener Innenstadt werden zerstört. Auch der 1000-jährige Dom.
Die Flammen fressen sich durch das mächtige gotische Kirchengebäude. Sie züngeln im romanischen Westwerk. Hier wurden die kostbaren, bis zu elf Jahrhunderte alten Kunstwerke des Domschatzes 1943 scheinbar sicher vor Bomben und Feuer eingelagert. Darunter die Krönungsgruppe des Marienaltars. Das Retabel mit den mittelalterlichen Holzskulpturen war erst 1940 zusammengestellt worden. Eine der Figuren war Maria. Eine wunderbare Arbeit eines Kunsthandwerkers aus dem 13. Jahrhundert.
Das Feuer zerstört nahezu alle Figuren des Marienaltars. Später können aus dieser Gruppe nur noch Fragmente der fünf Jahrhunderte alten Traubenmadonna und der weitgehend verkohlte Torso der Maria geborgen werden. Die fast sieben Jahrhunderte alte Holzfigur wird fortan als die „Verbrannte Madonna“ bezeichnet. Diese beinahe bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Skulptur legt seither mahnend ein eindrucksvolles Zeugnis dieser furchtbaren Zeit des Krieges ab. Sicher verwahrt wird sie zurzeit im Depot der Mindener Domschatzkammer.
Zum Internationalen Museumstag 2021 hat der überkonfessionelle Förderverein Dombau-Verein Minden (DVM) als Betreiber des Museums Domschatz Minden den Torso aus dem Depot geholt und präsentiert ihn digital.
 
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