Domschatz Minden zieht positive Bilanz des digitalen Internationalen Museumstags und bereitet Wiedereröffnung vor

Beim Bombenangriff auf Minden am 28. März 1945 wurde die Marienfigur aus dem 13. Jahrhundert, die im Dom eingelagert war, stark beschädigt. Foto: DVM
Beim Bombenangriff auf Minden am 28. März 1945 wurde die Marienfigur aus dem 13. Jahrhundert, die im Dom eingelagert war, stark beschädigt. Foto: DVM

Minden (DVM). Eine positive Bilanz des digitalen Internationalen Museumstages (IMT) am vergangenen Sonntag im Domschatz Minden hat der Dombau-Verein Minden (DVM) gezogen. Der überkonfessionelle Förderverein ist seit Eröffnung der neuen Domschatzkammer am Kleinen Domhof im Jahr 2017 Betreiber des kirchlichen Museums.

„Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten wir den Internationen Museumstag leider nicht analog begehen“, erinnert DVM-Vorsitzender Hans-Jürgen Amtage. So sei der Förderverein einmal mehr in die digitale Welt ausgewichen: mit der Video-Vorstellung der „Verbrannten Madonna“. Die Skulptur aus dem 13. Jahrhundert ist im Depot des Domschatzes eingelagert und wurde im März 1945 beim letzten Bombenangriff der Alliierten auf Minden stark beschädigt. Die Marienstatue ist weitgehend verkohlt, konnte aber – auch als Mahnung für den Frieden – erhalten werden. Für den Museumstag holte der Dombau-Verein die Holzfigur aus dem Depot.

Verbrannte Madonna bewegt Zuschauer

Mehr als 2400 Besucherinnen und Besucher hätten am #IMT2021 die verschiedenen digitalen Wege auf Internetseiten und Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Youtube genutzt und die Vorstellung der Verbrannten Madonna angesehen, so Amtage. „Wir haben sehr viel positiven Zuspruch bekommen.“ Einige Zuschauerinnen und Zuschauer hätten sich von der Geschichte dieser Marienfigur in Kommentaren sehr bewegt gezeigt.

Auch wenn der DVM die Schatzkammer am Museumstag noch nicht wieder öffnen konnte, so steht der Förderverein mit seinen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen in den Startlöchern für eine Wiedereröffnung. „Die Inzidenzzahl im Kreis Minden-Lübbecke entwickelt sich in den vergangenen Tag sehr positiv und liegt inzwischen deutlich unter 100“, beschreibt Heidi Genrich vom Besucherservice des Domschatzes Minden. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, plane der Dombau-Verein die Wiedereröffnung der Schatzkammer am kommenden Sonntag, 23. Mai. „Eine schöne Gelegenheit, an Pfingsten einen Blick auf die christlichen Kunstschätze aus elf Jahrhunderten zu werfen“, so Heidi Genrich.

Click & Meet im Domschatz Minden

„Nach monatelanger Schließung in Zeiten von Corona freuen wir uns sehr darauf, wieder Gäste im Domschatz Minden begrüßen zu können“, betont Hans-Jürgen Amtage. Der Besucherservice der Schatzkammer sei gerüstet mit „Click & Meet“ sowie den Möglichkeiten der Kontaktverfolgung mit der Luca-App und der Corona-Warnapp. So können sich Gäste per Click & Meet über die Internetseite des Domschatzes unter www.domschatz-minden.de zur Besichtigung in vorgegebenen Zeitfenstern anmelden und per App ihren Besuch registrieren. Maximal 15 Besucherinnen und Besucher können sich gleichzeitig im Domschatz aufhalten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (FFP2 oder OP-Maske) ist Pflicht. „Wir halten hohe Hygienestandards und spezielle Wegeregelungen vor“, verweist Amtage auf weitere Vorbereitungen. „Und denken Sie bitte an den Nachweis, dass Sie gegen Corona geimpft oder von einer COVID-Erkrankung genesen sind. Beziehungsweise halten Sie bitte einen aktuellen negativen Corona-Test vor“, ergänzt Heidi Genrich und betont: „Vielen Dank, dass Sie dafür Verständnis haben.“

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