Domschatz Minden öffnet ab Pfingstsonntag seine Türen

Beim Bombenangriff auf Minden am 28. März 1945 wurde die Marienfigur aus dem 13. Jahrhundert, die im Dom eingelagert war, stark beschädigt und wird für kurze Zeit im Domschatz präsentiert. Foto: DVM
Beim Bombenangriff auf Minden am 28. März 1945 wurde die Marienfigur aus dem 13. Jahrhundert, die im Dom eingelagert war, stark beschädigt und wird für kurze Zeit im Domschatz präsentiert. Foto: DVM

Minden (DVM). Bei anhaltender Inzidenz deutlich unter 100 öffnet der Domschatz Minden am Pfingstsonntag, 23. Mai, 10 Uhr, wieder seine Türen. Die Besichtigung der christlichen Kunstschätze aus elf Jahrhunderten ist nach vorheriger Anmeldung mit „Click & Meet“ auf der Webseite der Domschatzkammer möglich.

„Wir freuen uns, nach monatelanger Schließung aufgrund der Corona-Pandemie wieder für Gäste da sein zu können“, sagt der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage. Der überkonfessionelle Förderverein ist seit der Neueröffnung im Jahr 2017 Betreiber der Schatzkammer am Kleinen Domhof 24.

Click & Meet im Domschatz Minden

Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, sich unter www.domschatz-minden.de/click-meet an den Öffnungstagen für ein Zeitfenster von einer Stunde zur Besichtigung des Domschatzes zu registrieren. Bei Abholung der Tickets muss entweder ein aktueller negativer Corona-Test, ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung nach einer COVID-Infektion vorgelegt werden. Ein Mund-Nasen-Schutz (FFP2 oder OP-Maske) muss getragen werden. Die Kontaktnachverfolgung wird den Gästen über die Luca-App oder die Corona-Warnapp ermöglicht. Maximal 15 Personen gleichzeitig können sich in der Domschatzkammer aufhalten.

„Ein umfangreiches Hygienekonzept gibt den Besuchern im Domschatz Minden ein Maximum an Sicherheit“, betont Heidi Genrich vom Besucherservice des Domschatzes Minden. Sie bittet gleichzeitig um Verständnis der Gäste für die Regelungen. „Doch wir hoffen, dass trotz dieser Auflagen nun wieder der Kulturgenuss überwiegt.“

Dombau-Verein zeigt für kurze Zeit die „Verbrannte Madonna“

Zur Wiedereröffnung zeigt der Dombau-Verein für kurze Zeit ein besonderes Exponat auf dem Depot der Schatzkammer: die verbrannte Madonna aus dem 13. Jahrhundert. Die Marienstatue aus Holz, die nahezu bis zur Unkenntlichkeit verkohlt ist, wurde am 28. März 1945 beim letzten Bombenangriff der Alliierten auf Minden durch das Feuer im Dom stark beschädigt. In den vergangenen Jahren war der Torso wegen seiner großen Empfindlichkeit nicht mehr gezeigt worden.

 

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