Domschatz Minden lockt fast 300 Besucher am Museumstag

Das Vokalensemble Oriana A Cappella mit Andrea Brell, Sabine Köhne, Alec Barnfield und Erdmann Fricke (v. l.) sang geistliche Lieder im Domschatz Minden und erhielt minutenlangen Applaus. Foto: DVM
Das Vokalensemble Oriana A Cappella mit Andrea Brell, Sabine Köhne, Alec Barnfield und Erdmann Fricke (v. l.) sang geistliche Lieder im Domschatz Minden und erhielt minutenlangen Applaus. Foto: DVM

Minden (DVM). „Die Teilnahme am Internationalen Museumstag war für den neuen Domschatz Minden ein großer Erfolg.“ Das erklärte der Vorsitzende des Betreibervereins der Schatzkammer, Hans-Jürgen Amtage vom Dombau-Verein Minden (DVM).

Fast 300 Besucherinnen und Besucher nutzten am Sonntag die Gelegenheit, eine der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunstwerke in Deutschland zu besichtigen. Bereits in der ersten Stunde nach Öffnung des Domschatzes am Kleinen Domhof betrachteten 50 Gäste die Exponate, die renommierte Kunsthistoriker als „von europäischem Rang“ einstufen. Darunter der Petrischrein aus dem 11. Jahrhundert und das Mindener Kreuz aus dem frühen 12. Jahrhundert.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dombau-Vereins informierten die Besucher über die Preziosen der Schatzkammer. Die zeigten sich von der modernen Ausstellung und dem neuen Äußeren des Domschatzes begeistert. Einzelne Gäste gaben dem DVM Anregungen für Änderungen und Erweiterungen, die der Verein dankbar aufnahm.

Minutenlanger Applaus für Oriana A Cappella im Domschatz Minden

Allein rund 150 Zuhörer verfolgten die drei Kurzkonzerte des heimischen Vokalensembles Oriana A Cappella und spendeten den vier Künstlern minutenlangen Applaus. Andrea Brell (Sopran), Sabine Köhne (Alt), Alec Barnfield (Tenor) und Erdmann Fricke (Bass) sangen geistliche Lieder unter anderem von William Bird, John Rutter und dem erst 39 Jahre alten Ola Gjeilo. Viele der Besucher zeigten sich von dem Gesang so gerührt, dass ihnen Tränen in den Augen standen. Viel Lob erhielten die Sängerinnen und Sänger nach den Konzerten in persönlichen Gesprächen.

„Für uns bildete der intensiv beworbene Internationale Museumstag eine Chance, auf die neu gestaltete Ausstellung in den neuen Räumlichkeiten bei freiem Eintritt aufmerksam zu machen und den Besuchern zu zeigen, dass es beim Zugang zu sakraler Kunst keine Berührungsängste geben muss“, betonte Amtage. Glaube und Kunstgeschichte gingen im Domschatz Minden eine Symbiose ein, deren Entdeckung äußerst spannend sei.

Der Internationale Museumstag, der in diesem Jahr unter dem Motto #Spurensuche stand, wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und fand bereits zum 40. Mal statt. Ziel dieser Aktionstage sei es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen, darunter der neue Domschatz Minden, in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen, erläutert DVM-Vorsitzender Hans-Jürgen Amtage. Mit ihrem breiten Spektrum, dem vielfältigen Angebot und innovativen Ideen leisteten die Museen und Domschatzkammern einen großen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben.

#imt17 @museumstag

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