Domschatz Minden ist Teil eines Forschungsprojekts der RWTH Aachen

Studenten der RWTH Aachen führen gemeinsam mit dem Internet-Dienstleister IMS und dem Dombau-Verein Minden ein Forschungsprojekt zur Indoor-Navigation im Domschatz Minden durch. Foto: DVM
Studenten der RWTH Aachen führen gemeinsam mit dem Internet-Dienstleister IMS und dem Dombau-Verein Minden ein Forschungsprojekt zur Indoor-Navigation im Domschatz Minden durch. Foto: DVM

Minden (DVM). Der Domschatz Minden ist Teil eines Forschungsprojektes der RWTH Aachen. In Zusammenarbeit mit dem Internet-Dienstleister der Schatzkammer, IMS in Bückeburg, nimmt der Domschatz an einem Förderprojekt zur sogenannten Indoor-Navigation teil.

Als erste museale Einrichtung in der Region bietet der Domschatz Minden mit der sogenannten Beacon-Technologie eine digitale Führung durch die Ausstellung an. Bislang ist dazu eine Internetverbindung erforderlich, die im Domschatz mit dem freien Minden-WLAN kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das Forschungsprojekt hat nun das Ziel, eine solche digitale Ausstellungsführung auch ohne eine Verbindung in das weltweite Datennetz zu ermöglichen und die Informationen zu den Exponaten trotzdem direkt auf das Smartphone „gebeamt“ zu bekommen.
3D-Scan der Schatzkammer
Um das zu erreichen, ist eine genaue Erfassung der Räumlichkeiten erforderlich, um Störquellen ausschließen zu können. Dafür erfassten die Studentinnen und Studenten der RWTH die Innenräume des Domschatzes mit Hilfe von 3D-Aufnahmen, die die Erstellung eines virtuellen Modells der Schatzkammer ermöglichen. An dem kann dann weiter geforscht werden. So kann den notwendigen Funkwellen der Weg für die Offline-Führung freigemacht werden. Damit kann dann in naher Zukunft eine Lösung angeboten werden, die sichere, schnelle und serverunabhängige Positionskenntnisse in Innenräumen liefert.
Vor dem 3D-Scan der Schatzkammer erläuterten der Vorsitzende des den Domschatz betreibenden Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage, und IMS-Geschäftsführer Hendrik Tesche, die aktuelle Situation. Dabei stand die vorhandene Beacon-Technologie im Mittelpunkt, die bereits jetzt das eigenständige Entdecken der christlichen Kunstschätze aus elf Jahrhunderten in der Ausstellung – allerdings noch online.

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