Digitaler Adventskalender zeigt auf Fassade Exponate aus dem Domschatz Minden

Täglich öffnet sich in den Nachmittags- und frühen Abendstunden eine Tür des digitalen Adventskalenders auf der Fassade des Domschatzes Minden am Kleinen Domhof. Foto: DVM
Täglich öffnet sich in den Nachmittags- und frühen Abendstunden eine Tür des digitalen Adventskalenders auf der Fassade des Domschatzes Minden am Kleinen Domhof. Foto: DVM

Minden (DVM). „Mit dem digitalen Adventskalender wollen wir ein wenig Licht in eine von vielen als dunkel empfundene Zeit bringen.“ Mit diesen Worten beschreibt der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden (DVM), Hans-Jürgen Amtage, die Lichtkunst auf der Fassade des Domschatzes Minden.

Jeden Tag öffnet sich bis zum 26. Dezember in den Nachmittags- und Abendstunden ein gotisches Fenster auf der hellen Alufassade der Domschatzkammer am Kleinen Domhof in Minden. Dahinter erscheint eines der bis zu 1100 Jahre alten Exponate aus der bedeutenden Sammlung christlicher Kunstwerke der Domgemeinde.

Kunstwerke aus dem Domschatz Minden präsent halten

„Als sich abzeichnete, dass vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit ihren weiterhin hohen Infektionszahlen der Wellenbrecher-Lockdown fortgesetzt wird und wir den Domschatz bis voraussichtlich 10. Januar 2021 nicht wieder öffnen können, hatten wir die Idee“, so Hans-Jürgen Amtage. Denn es habe sich die Frage gestellt, wie kann der Dombau-Verein als Betreiber des Domschatzes das Museum präsent halten?

Nach bereits in den vergangenen Corona-Monaten umgesetzten digitalen Formaten wie Videoclips unter dem Titel „Drei Minuten christliche Kunst“, in denen Preziosen aus der Schatzkammer vorgestellt werden, und Konzert-Videos aus dem Domschatz beantwortete sich der Vorsitzende des überkonfessionellen Fördervereins die Frage selbst: „Wir entwickeln kurzfristig einen digitalen Adventskalender als Lichtkunst.“

Kurze Texte erläutern gezeigte Exponate

Hans-Jürgen Amtage setzte sich mit der Geschäftsführerin des Dombau-Vereins, Annemarie Lux, in Verbindung. Die ehemalige Gemeindereferentin der Mindener Domgemeinde hatte schon einmal für die Kunstausstellung „Vasae – ein Begegnung christlicher und profaner Gefäße“ im Domschatz kurze Erläuterungen zu den Preziosen verfasst, die den christlichen und weltlichen Gedanken der ausgestellten Kunstwerke widerspiegeln. Noch am gleichen Tag setzte sie sich an den Schreibtisch und schrieb 26 Kurztexte, die nun in die Lichtkunstinstallation eingeblendet werden.

Die Abschlusssequenz des digitalen Adventskalenders am Domschatz Minden ist eine Bitte und erinnert an die Corona-Pandemie. Foto: DVM
Die Abschlusssequenz des digitalen Adventskalenders am Domschatz Minden ist eine Bitte und erinnert an die Corona-Pandemie. Foto: DVM

Mit dem Mindener Lichtkünstler Oliver Roth und seiner Licht-Ereignis-Manufaktur fand der DVM einen Mitstreiter, der das Projekt gemeinsam mit seiner Grafikerin Shalien Schmidt innerhalb von vier Tagen zeichnete und in Szene setzte. „In den ersten Dezember-Tagen hatte der digitale Adventskalender noch eine Art Laborcharakter“, sagt Hans-Jürgen Amtage und lacht. Gemeinsam wurden weitere Optimierungen am Ablauf und Erscheinungsbild vorgenommen, um den Passanten ein eindrucksvolles Lichtspiel zu präsentieren und so die Kunstwerke von europäischem Rang auch bei einem vorübergehend geschlossenen Domschatz im Bewusstsein zu halten. Aber auch an die Pandemie wird erinnert: „Halten Sie Abstand und bleiben Sie gesund“, heißt es in der Abschlusssequenz.

Weitere digitale Formate in Vorbereitung

Das soll auch mit den anderen digitalen Formaten geschehen. So haben der stellvertretende Vorsitzende des Dombau-Vereins, Andreas Kresse, und Annemarie Lux bereits weitere „Drei Minuten“-Beiträge vorbereitet, die jetzt gedreht werden. Und auch für neue Video-Kurzkonzerte aus der Domschatzkammer laufen die Vorbereitungen.

www.dombauverein-minden.de

#Domschatz_Minden_digital #DreiMinutenChristlicheKunst

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