„Der neue Domschatz Minden ist großartig geworden“

Annemarie Lux (l.) informierte die Mitglieder der Museumsinitiative Ostwestfalen über die Exponate im neu gestalteten Domschatz Minden. Foto: DVM
Annemarie Lux (l.) informierte die Mitglieder der Museumsinitiative Ostwestfalen über die Exponate im neu gestalteten Domschatz Minden. Foto: DVM

Minden (DVM). „Der neue Domschatz Minden ist großartig geworden.“ Begeistert zeigten sich Vorstand und Mitglieder der Museumsinitiative Ostwestfalen, die jetzt im Rahmen ihrer Vollversammlung in der Domschatzkammer tagten.

Vorausgegangen war der Versammlung die Vorstellung und Besichtigung des neu gestalteten Domschatzes Minden, der nach 14 Monaten Bauzeit bei einem Bauvolumen von 2,5 Millionen Euro am 24. März wiedereröffnet wurde. Betrieben wird die Schatzkammer vom ehrenamtlich tätigen Förderverein Dombau-Verein Minden (DVM). Dessen Vorsitzender Hans-Jürgen Amtage informierte die mehr als 40 Teilnehmer des Treffens über das Ausstellungskonzept und den Betrieb und würdigte dabei die hervorragende Zusammenarbeit mit der Dom-Gemeinde, die dem DVM den Betrieb der Schatzkammer übertragen hat.

„Dieses Museum ist ein toller Schatz und ein Quantensprung dem gegenüber, was vorher war“, lobte der Vorstand der Museumsinitiative das Ausstellungskonzept und die moderne Architektur der Domschatzkammer. „Vor allem aber müssen wir dem Verein allergrößten Respekt zollen, der das anpackt und in dieser Form führt“, sagte Willi Kulke.

G8 bereitet Museen Probleme

Bei der anschließenden Vollversammlung der Initiative zeigte sich, dass das Abitur nach der zwölften Jahrgangsstufe den Museen in Ostwestfalen mit Blick auf die Besucherzahlen bei Schülern zu schaffen macht. „Wir sind gespannt, was die neue Landesregierung im Bildungsbereich bereithält“, erklärte der Vorsitzende der Initiative und Leiter des LWL-Ziegeleimuseums Lage, Willi Kulke. Besonders mit der Einführung von G8 in den Gymnasien sei die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die während des Unterrichts mit ihren Lehrkräften Museen besuchten, deutlich zurückgegangen. „Es fehlt die Zeit im Unterrichtsablauf. Eine Entwicklung in den Schulen, die nicht glücklich ist“, bestätigt Vorstandsmitglied Karl Banghard vom Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen. Einen sich wieder positiv entwickelnden Trend stellte unterdessen DVM-Vorsitzender Hans-Jürgen Amtage fest. „Wir haben im Domschatz Minden von zahlreichen Lehrkräften aus dem Heimatraum anfragen, die sich die Schatzkammer ansehen möchten, um Besichtigungen mit ihren Klassen vorzubereiten.“

Domschatz Minden eines der ersten Mitglieder

Thematisiert wurde bei der Vollversammlung außerdem die Frage der Rentenversicherung bei Honorarkräften, die für die Museen tätig sind. Hier gebe es aufgrund der aktuellen Rechtsprechung große Unsicherheiten und dringenden Klärungsbedarf, betonten Kulke und die Geschäftsführerin des Vereins, Bettina Rinke. Die 40 Mitglieder der Initiative, die an dem Treffen in Minden teilnehmen, machten sich zudem erste Gedanken über das kommende Themenjahr der ostwestfälischen Museen, das 2020 stattfinden soll.

In der 1999 als Verein gegründeten Museumsinitiative OWL sind mehr als 100 Häuser von der Heimatstube, über Freilichtmuseen bis zu Kunsthallen vertreten. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen seither die Verbesserung der Kooperation zwischen den Museen in Ostwestfalen und die Förderung gemeinsamer Projekte. Der Domschatz Minden gehört mit zu den ersten Mitgliedern der Initiative.

Museumsinitiative OWL

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