Minden (DVM). Als eine der ersten musealen Einrichtungen im Heimatraum hat der Domschatz Minden einen englischsprachigen Museumsführer vorgelegt.
„Wir haben damit auf häufige Nachfragen von ausländischen Besucherinnen und Besuchern der Domschatzkammer reagiert“, erläutert der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden (DVM), Hans-Jürgen Amtage. Der überkonfessionelle Förderverein ist Betreiber des Domschatzes am Kleinen Domhof.
Rund ein Dutzend der in der Schatzkammer ausgestellten Exponate gelten nach Einschätzung von namhaften deutschen Kunsthistorikern, darunter der Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dirk Syndram, als „von europäischem Rang“. Verglichen werde die Bedeutung der neugestalteten Sammlung christlicher Kunstschätze aus elf Jahrhunderten im Domschatz Minden inzwischen mit der Schatzkammer im Halberstädter Dom, der einmal als Welterbe-Kandidat galt, betont Amtage. Vor diesem Hintergrund sei auch das Interesse internationaler Besucher und Wissenschaftler an der Mindener Sammlung zu erklären.
Zusammenarbeit mit Mindener Historiker
Mit dem freiberuflich tätigen Mindener Historiker und Übersetzer Matthias Meckes habe man einen Partner gefunden, der sach- und fachkundig die Erläuterungen zu den Preziosen im Domschatz für den englischsprachigen Führer übersetzt habe, so der DVM-Vorsitzende. Das deutschsprachige Pendant war zur Neueröffnung der Schatzkammer im März 2017 unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Kunst beim Erzbistum Paderborn entstanden und vom Dombau-Verein Minden herausgegeben worden. Der DVM ist auch Herausgeber des englischsprachigen Domschatzführers. Beide Booklets können als PDF-Datei auf der Webseite domschatz-minden.de heruntergeladen werden.
Domschatz-Führer in englischer Sprache